eine lachende Frau mit einem Helm vor einer Solaranlage
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01.07.2026 VDE dialog

VDE Initiative: Nachwuchs für die Energiebranche

Die Energietechnik braucht dringend Nachwuchs. Damit insbesondere jungen Talenten aus dem Ausland der Weg an deutsche Hochschulen und in Unternehmen besser gelingt, hilft die VDE ETG mit einer eigens gegründeten Task Force.

Die Energietechnische Gesellschaft (ETG) im VDE hat die Task Force „Internationaler akademischer Nachwuchs im Energiesektor“ ins Leben gerufen, um den Zugang von außereuropäischen Talenten in die hiesigen Hochschulen und in den späteren Beruf zu erleichtern. Hinter dem Namen steckt ein Netzwerk aus Hochschulangehörigen und Berufstätigen im Energiesektor. „Außereuropäische Talente sollen über die ETG im VDE als Eintrittsportal ihren Weg in ein Elektrotechnik-Studium in Deutschland finden“, erklärt Dr. Britta Buchholz, Vorsitzende der ETG.

Sie kennt die Bedeutung internationaler Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt – und die Herausforderungen, mit denen sich ausländische Studierende in Deutschland konfrontiert sehen. Wer hierzulande studieren möchte, muss unter anderem einen Finanzierungsnachweis für ein Jahr in Höhe von 11.904 Euro erbringen. Diese Auflagen kennen Buchholz und die ETG bereits aus der WiSE-Initiative – neben der Task Force der zweite Ansatz, mit dem sich die ETG schon jetzt konkret um den internationalen akademischen Nachwuchs bemüht.

Die WiSE-Initiative ist aus der Energiewirtschaft heraus entstanden, um internationale weibliche Fachkräfte für den deutschen Energiesektor zu gewinnen. Derzeit werden 40 Stipendiatinnen mit afghanischer Staatsbürgerschaft unterstützt. „Diesen Schritt betrachten wir als erste Welle, mit der wir viel Erfahrung sammeln werden“, so Buchholz. Die Stipendiatinnen absolvieren aktuell vergütete, studienvorbereitende Praktika in Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Energie- und Technologiebranche mit dem Ziel, ein reguläres Studium zum Wintersemester 2026/27 aufzunehmen. Dort liegt die Verbindung zur neuen Task Force der ETG: Ausgehend von den Erfahrungen der jungen Afghaninnen möchte sie akademische Bildungs- und Qualifizierungspfade schaffen, außerdem soll ein Mentoring-Programm aufgebaut werden, das die Studienanwärterinnen fortlaufend unterstützt. Das Versprechen: Reale Tätigkeitsfelder und Karrierewege vermitteln, sodass die jungen Expertinnen und Experten eine langfristige Perspektive in Deutschland erhalten. Und auch die Hochschulen selbst profitieren: „Das Netzwerk gibt den Hochschulen eine Plattform, sich im außereuropäischen Raum zu präsentieren und Studierende zu gewinnen“, erklärt Britta Buchholz.

Der Kick-off für die Task Force hat im April stattgefunden, es werden aber nach wie vor Interessierte gesucht, die sich am Netzwerk beteiligen möchten. Der Fokus liegt dabei auf Expertinnen und Experten aus energiewirtschaftlichen Unternehmen, die ihre praktische Erfahrung mit in die Task Force einbringen können. Britta Buchholz plädiert dafür, gemeinsam am großen Fachkräftebedarf der deutschen Energiewirtschaft zu arbeiten: „Der Dreh- und Angelpunkt des zukünftigen Energiesystems ist elektrisch. Da gibt es unglaublich viel zu tun – also brauchen wir viele Ingenieurinnen und Ingenieure, die mitgestalten wollen“, so Buchholz.

Interessierte an der Task Force erhalten die notwendigen Informationen bei ETG Referentin Chrissy Lind:

chrissy.lind@vde.com

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