Grün gründen - Start-ups mit Mission
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01.10.2022 Publikation

Grün gründen - Start-ups mit Mission

Mit guten Ideen die Welt retten. Das wollen viele neu gegründete Firmen mit innovativen grünen Technologien. An Visionen fehlt es im einstigen Gründerland Deutschland jedenfalls nicht. Warum bleibt trotzdem vielen Gründerinnen und Gründern der große internationale Durchbruch verwehrt? In der aktuellen Ausgabe des VDE dialog werden Lösungsansätze aufgezeigt und Erfolgsstories beleuchtet. 

Weitere Themen sind: Autonomes Fahren, Nachwuchskrise, Ingenieure for Future sowie vieles mehr.

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Chefredakteurin VDE dialog

… lautet der Titel eines Liedes von Tim Bendzko, das ironisch thematisiert, wie wir uns oft hinter einer großen Aufgabe verstecken, nur um zu machen, was wir sowieso vorhatten. Wahrscheinlich kennt jeder diese Situation, sowohl aus dem privaten als auch aus dem beruflichen Umfeld. Und sicher fallen uns auch Beispiele aus dem Umfeld der Energiewende dazu ein – denn natürlich besteht die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft zu einem erheblichen Teil auch darin, dass man Bekanntes weiterführt, dass man Erfahrungen und Wissen aus der Vergangenheit anwendet und dass etablierte Akteure ihren Beitrag leisten.

Aber es gibt auch eine andere Welt, eine, die nicht so leicht zu sehen ist: Viele bahnbrechende Neuerungen sind schon immer buchstäblich in Garagen entstanden – nicht nur der berühmte Personal Computer im Silicon Valley, sondern beispielsweise auch das erste Auto in Mannheim. Sie sind von begeisterten, oft jungen Menschen gegen viele Widerstände und Schwierigkeiten vorangetrieben worden, und nahezu immer ohne politische Förderprogramme. Sehr oft hatten die Menschen hinter diesen Ideen eine starke Vision. In solchen Situationen gewinnt das Motiv "Welt retten" eine andere Bedeutung.

Wer davon spricht, dass sich etwas ändern muss, dem wird gerne vorgehalten, dass er allzu leicht Forderungen erhebt, sich dem harten Alltag der Lösung aber nicht stellt. Dass dies nicht immer so ist, wollen wir Ihnen in dieser Ausgabe des VDE dialog zeigen. Vielerorts wird hierzulande mit Engagement und Idealismus an neuen und oft unkonventionellen Lösungen gearbeitet. In kleinen, schnellen, neu gegründeten Firmen, oft im Umfeld von Universitäten und Hochschulen. Aber auch in Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen und mit öffentlicher Förderung. Oft hören wir, dass diese Art von unternehmerischem Engagement in Deutschland unterrepräsentiert sei – und natürlich kann man sich immer mehr wünschen. Aber vielleicht ist ein Teil der Erklärung auch einfach, dass solche Unternehmen naturgemäß in ihrer frühen Phase weniger sichtbar sind. Dem wollen wir ein wenig abhelfen.

Ich wünsche Ihnen eine interessante und bereichernde Lektüre – mit den Start-ups, aber natürlich auch mit den übrigen Themen in dieser VDE dialog Ausgabe!
 

Ihr 
Prof. Dr. Jochen Kreusel, Market Innovation Manager, Hitachi Energy und Mitglied des VDE Präsidiums



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