VDE erhält Siegel "Vorbildliches Unternehmen in der Krise", ein kugelförmiges Coronavirus, eine Frau mit Mund-Nasen-Bedeckung
candy1812 / stock.adobe.com; F.A.Z.-Institut (Bildmontage)
12.07.2021 Corona Publikation

Ausgezeichneter VDE

Mit seinem Engagement gegen die Corona-Pandemie setzt sich der VDE gegen 20.000 Unternehmen durch und wurde dafür vom F.A.Z.-Institut als „Vorbildliches Unternehmen in der Krise“ ausgezeichnet. Ein Jahr lang darf die gesamte VDE Gruppe, inklusive ihrer Bezirksvereine, das Siegel mit sich führen.

von Melanie Unseld

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Chefredakteurin VDE dialog

Seit über einem Jahr grassiert das Coronavirus mitsamt seinen Mutationen. Die Bevölkerung ächzt unter den Einschränkungen des Alltags und der Ungewissheit über die Zukunft. Die hohe Zahl der Todesfälle gibt weiterhin Anlass zur Sorge. „Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen abseits ihres Kerngeschäftes ihre gesellschaftliche Verantwortung nicht vergessen und ihre Möglichkeiten nutzen, das Leben in Deutschland zu Pandemiezeiten etwas leichter zu machen“, lässt sich das F.A.Z.-Institut in seinem Berichtsband zur Studie „Vorbildliche Unternehmen in der Krise“ zitieren. Zusammen mit dem Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) gingen die Frankfurter auf die Suche nach Unternehmen, die sich entsprechend in den Bereichen „Ökonomische Nachhaltigkeit“, „Ökologische Nachhaltigkeit“, „Soziale Nachhaltigkeit“ und „Nachhaltigkeit (allgemein)“ verdient gemacht haben. Hierfür untersuchten sie 438 Millionen Online-Quellen mithilfe neuronaler Netze von März 2020 bis März 2021. Heraus kamen 70.000 Nennungen über rund 20.000 Unternehmen. Die, die in den vier Nachhaltigkeitsbereichen besonders gut abschnitten, wurden anschließend individuell untersucht und in einem Ranking gelistet. Von den 20.000 Unternehmen schafften es nur 300 auf das Siegertreppchen, darunter der VDE. Mit der Auszeichnung „Vorbildliches Unternehmen in der Krise“ würdigt das F.A.Z.-Institut das große Engagement des VDE und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kampf gegen die Pandemie. „Seit über 125 Jahren steht der VDE für Sicherheit, Schutz und Nachhaltigkeit, es war unsere Verpflichtung, schnell und unbürokratisch zu reagieren. Mit unseren Aktionen haben wir Menschen vor schwerwiegenden Folgen bewahrt, wenn nicht sogar Leben gerettet. Das macht uns etwas stolz und glücklich“, freut sich Vorstandsvorsitzender der VDE Gruppe, Ansgar Hinz, über die Auszeichnung.

Sicherheitschecks und Wissenstransfer

Gleich zu Beginn der ersten Welle krempelten die Experten von VDE Health angesichts der gehäuften Produktfälschungen aus Asien im Bereich Medizinprodukte und Schutzausrüstung die Ärmel hoch. Binnen einer Woche setzten sie einen schnellen und vor allem kostenlosen Check für Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen auf. Mit dem VDE Plausibilitätscheck waren medizinische Einrichtungen nun in der Lage, zügig zu beurteilen, ob die angebotenen Hilfsmittel und medizintechnischen Geräte tatsächlich sicher waren. 275 VDE Checks führten die Experten rund um Dr. Cord Schlötelburg, Leiter Health im VDE, durch. Zugleich halfen VDE DKE und der VDE Verlag mit der kostenlosen Bereitstellung der Normen für die Herstellung von dringend benötigten Beatmungsgeräten. „Der Mangel auf den Intensivstationen alarmierte uns. Medizintechnik-Hersteller wie Dräger kamen mit der Produktion kaum nach. Branchenfremde Unternehmen – etwa aus der Automobilindustrie – wollten helfen und stellten ihre Produktion auf Beatmungsgeräte um, ohne über das Spezialwissen zu verfügen“, zeigt sich noch heute Michael Teigeler, Geschäftsführer von VDE DKE, besorgt. Medizinische Geräte müssten für Patient und Personal sicher sein. Ohne das Know-how im medizintechnischen Bereich zu besitzen, erhielten die Hersteller durch die Normen praktische Hilfestellung bei der Entwicklung und Produktion der Beatmungsgeräte. Gleichzeitig wussten sie, dass ihr Produkt nach den neuesten technischen und sicherheitsrelevanten Regeln gefertigt wird. „Mit dieser Aktion haben wir gezeigt, wie überlebenswichtig Normung sein kann“, sagt Teigeler.

Beratung bei Impfstofflagerung und Entkeimung

In der ersten Pandemiewelle musste der temperatursensible Impfstoff von BioNTech/Pfizer noch bei -70°C gelagert und transportiert werden. Die dafür nötigen Ultratiefkühlschränke (Ultra-Freezer) bergen mehrere Gefahrenpotenziale durch die extreme Kälte und das eingesetzte brennbare und umweltschädliche Kältemittel. Das VDE Institut konzentrierte in dieser Zeit seine gesamte Kompetenz auf die Prüfung der Dichtheit der Kühlkreisläufe sowie der Isolierungen, die die Anwender vor Verletzungen schützen.

Entkeimungsgeräte machen das SARS-CoV-2-Virus unschädlich. Die Geräte nutzen die UV-C-Strahlung gegen die Bekämpfung von Viren – allerdings nur, wenn sie die richtige Strahlendosis einsetzen. Und nicht jedes Gerät ist dazu in der Lage. Hinzu kommt das hohe Gefahrenpotenzial bei den Geräten: Bei ungeprüften Geräten kann Ozon ausgestoßen werden, das bei Einatmung gesundheitsschädlich ist. „Hersteller müssen wissen, ob ihr Gerät sicher ist, ob es Coronaviren erfolgreich unschädlich macht und wie lange es im Einsatz sein muss, um Keime, Viren und Pilze erfolgreich zu bekämpfen“, erklärt Ansgar Hinz. Auf den hohen Bedarf an geprüften UV-C-Geräten reagierten die Experten des VDE Instituts sofort. Sie konzentrierten sich fortan auf die Überprüfung der Geräte und boten eine schnelle Zertifizierung an. Schließlich ist das VDE Institut der einzige Anbieter weltweit, der die Entkeimungswirkung der Geräte auf Basis von Modellen der WHO überprüfen kann.

Erfahren Sie mehr unter:

https://www.vde.com/de/newsroom/covid-19

MELANIE UNSELD ist Chefredakteurin des VDE dialog.

Tue Gutes und rede darüber

Der VDE begleitete seine Aktionen in der Pandemie mit öffentlichkeitswirksamen Kampagnen. Tageszeitungen und die Fachpresse nahmen die Meldungen über die Angebote des VDE auf und berichteten in ihren sozialen Kanälen darüber. Dies animierte weitere Social-Media-Nutzer, hierüber positiv zu berichten. Der VDE wiederum twitterte und postete die Meldungen auf LinkedIN, Facebook und XING. Ohne die positive Berichterstattung der Influencer aus den klassischen Medien, aber auch der Privatleute wäre der VDE nicht Teil des Social Listenings geworden, das zur Auszeichnung führte.